Arthur Menezes besaß alles – Reichtum, Prestige, den Respekt einer ganzen Stadt. Er lebte inmitten von Verträgen, Besprechungen und eleganten Abendessen, doch nichts davon vermochte die Leere in ihm zu füllen.
Denn kein Erfolg der Welt konnte die Wunde heilen, die das Verschwinden seines jüngeren Bruders Lucas hinterlassen hatte, der im Alter von nur vier Jahren entführt worden war.
Der Fall hatte die ganze Familie erschüttert. Ihr Vater, ein angesehener Anwalt, und ihre Mutter, eine einfühlsame Musiklehrerin, hatten unermüdlich gesucht. Polizeihubschrauber, Suchhunde, Nachrichtenberichte – nichts brachte den Jungen nach Hause.
Es geschah an einem ruhigen Sonntagmorgen im Central Park. Das Kindermädchen schaute nur einen Augenblick weg, und Lucas verschwand zwischen den Bäumen. Arthur, damals erst acht Jahre alt, schwor sich, dass er seinen Bruder eines Tages wiederfinden würde.
Jahre vergingen. Der Gesundheitszustand seiner Mutter verschlechterte sich, und sein Vater stürzte sich in die Arbeit. Das Klavier der Familie, einst voller Musik, verstummte. Und das Foto des kleinen Lucas stand darauf – vergilbt von der Zeit.
Die Frau mit dem Geheimnis
Zwei Wochen zuvor war eine neue Putzfrau im Herrenhaus eingetroffen. Ihr Name war Clara – eine stille Frau vom Land, höflich und leise sprechend, die stets eine geheimnisvolle Aura umgab.
Arthur nahm sie kaum wahr, bis er sie an jenem Nachmittag wie erstarrt vor dem Porträt stehen sah.
„Ist etwas passiert?“, fragte er.
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