Am nächsten Morgen heuerte Arthur einen Privatdetektiv an und nahm Clara mit zum alten Waisenhaus São Vicente. Das Gebäude war baufällig, aber eine ältere Nonne, Schwester Madalena, lebte noch immer dort.
Als sie das Porträt sah, erbleichte sie. „Meine Güte … Daniel. Ich erinnere mich an ihn. So ein sanfter Junge.“
Arthur verglich die Akten und entdeckte etwas Beunruhigendes: An dem Tag, an dem Daniel im Waisenhaus ankam, stellte die Polizei die Suche nach seinem vermissten Bruder ein.
„Wie ist er denn hierhergekommen?“, fragte er.
Die Nonne erklärte, eine Frau mit gefälschten Papieren habe das Kind gebracht und behauptet, es sei ein Waisenkind. Die Papiere seien in dieser chaotischen Zeit im Land ohne Weiteres akzeptiert worden.
Arthur ballte die Fäuste. Jetzt ergab alles einen Sinn – die Entführung, die falschen Fährten, das Schweigen. Sein Bruder hatte all die Jahre nur wenige Kilometer entfernt gewohnt.
Dann erwähnte die Nonne noch etwas anderes. Bevor Daniel verschwand, hinterließ er eine Zeichnung.
Es zeigte ein großes Haus, ein Klavier und zwei Kinder, die Händchen hielten. In einer Ecke stand in zittriger Handschrift: „Ich bin Lucas Menezes. Eines Tages wird mein Bruder mich finden.“
Arthur und Clara weinten beide. Die Wahrheit nahm endlich Gestalt an.
Auf der Suche nach den verlorenen Jahren
weiterlesen auf der nächsten Seite
För fullständiga tillagningssteg, gå till nästa sida eller klicka på Öppna-knappen (>), och glöm inte att DELA med dina Facebook-vänner.