Sofia drehte sich um… und wäre beinahe in Ohnmacht gefallen.
Don Esteban war anders. Nicht wegen seiner Kleidung, sondern wegen seines Gesichtsausdrucks. Etwas in seinem Gesicht, das einst so undurchdringlich gewesen war, hatte sich drastisch verändert. Er war nicht mehr der kalte, berechnende Mann, den sie seit Wochen gekannt hatte.
Er war ein verletzlicher Mann. Seine Augen waren rot. Als hätte er geweint.
„Sofia… ich muss dir heute Abend etwas beichten“, sagte er mit zitternder Stimme.
Und in diesem Augenblick begann ihre ganze Welt zusammenzubrechen.
Sofia spürte, wie ihr Herz raste. Don Estebans Anwesenheit schuf keine Distanz mehr, sondern eine seltsame Nähe, die sie verunsicherte. Langsam kam er näher, als fürchte er, sie noch mehr zu erschrecken, als sie es ohnehin schon tat.
„Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll“, murmelte er.
„Mit der Wahrheit“, antwortete Sofia, entschlossener, als sie selbst erwartet hatte.
Don Esteban holte tief Luft, als hätte er jahrelang auf diesen Moment gewartet.
„Ich habe dich geheiratet… nicht um dich zu kaufen“, sagte er mit zitternder Stimme, „sondern um dich zu beschützen.“
Sofia runzelte die Stirn, unfähig, es zu verstehen.
„Mich beschützen? Wovor?“
Er saß auf der Bettkante und stützte beide Hände auf die Knie. Er sah verzweifelt aus, wie ein Mann, der von Erinnerungen belastet war, die nun endlich an die Oberfläche kommen würden.
„Ich kannte deine Mutter“, gestand er. „Als ich jung war.“
Dieser Satz traf sie wie ein Eimer Eiswasser.
Sofia trat einen Schritt zurück.
„Meine Mutter? Das … das ist unmöglich.“ Meine Eltern haben sich an der Universität kennengelernt, und du …
„Ich war mit deiner Mutter befreundet, bevor sie deinen Vater kennengelernt hat“, unterbrach Esteban. „Und… ich war in sie verliebt.“
Sofia spürte, wie der Boden unter ihren Füßen nachgab.
"Was sagst du?"
„Sie hat meine Gefühle nie erwidert“, erklärte er, seine Bitterkeit deutlich spürbar. „Aber ich habe sie immer respektiert. Als sie Ihren Vater heiratete, wusste ich, dass ich mich von ihr fernhalten sollte. Dennoch… habe ich sie aus der Ferne beobachtet. Sie war eine außergewöhnliche Frau. Jahre später, als sie starb, versprach ich Ihrer Familie meine Hilfe, falls sie diese jemals benötigen sollte.“
Sofia war sprachlos. Er fuhr fort:
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