1979 adoptierte er neun ausgesetzte schwarze Mädchen – 46 Jahre später übertraf ihre Überraschung alle Erwartungen.

Die für den Fall zuständige Sozialarbeiterin war Gloria Parker – scharfsinnig, pragmatisch und unmöglich zu umgarnen. Als sie Richard zum ersten Mal begegnete, lächelte sie nicht. Ihr Klemmbrett blieb wie ein Schutzschild hochgehalten.

„Ich will ehrlich sein, Mr. Miller“, sagte sie. „So etwas hat es noch nie gegeben.“
Richard saß ihr gegenüber, die Hände gefaltet. „Das dachte ich mir.“

„Sie sind alleinstehend. Keine Erfahrung als Vater. Keine Partnerin“, fuhr Gloria fort. „Und Sie möchten neun Säuglinge adoptieren.“
„Ja.“
Sie legte den Kopf schief. „Warum?“
Seine Antwort blieb dieselbe. „Weil sie zusammengehören.“

Glorias Blick verengte sich. „Das ist ein schöner Gedanke“, sagte sie, „aber Gefühle allein reichen nicht aus.“
Richard zuckte nicht mit der Wimper. „Ich habe einen Job. Ersparnisse. Ich werde tun, was nötig ist.“

Dann stellte Gloria die Frage, die die meisten Menschen nicht auszusprechen wagten.
„Sie sind ein weißer Mann, der 1979 in Amerika neun schwarze Mädchen adoptiert“, sagte sie. „Verstehen Sie, was das bedeutet?“
Richard schluckte. „Es bedeutet, dass die Leute starren werden. Es bedeutet, dass sie mit Dingen konfrontiert werden, mit denen ich nie konfrontiert wurde. Es bedeutet, dass ich lernen muss.“
Gloria musterte ihn lange. „Lernen ist keine Option“, sagte sie. „Es ist überlebenswichtig.“
„Dann werde ich lernen“, antwortete Richard.

Die Hausbesichtigung war nicht schwierig, weil das Haus unordentlich war. Es war blitzblank. Sie war auch nicht schwierig, weil es ihm an Platz mangelte – er hatte zwei Zimmer umgebaut, Kinderbetten geliehen und Vorräte gestapelt, als baue er eine Festung. Sie war schwierig, weil sie die Liebe in einer Welt auf die Probe stellte, die nach Referenzen verlangte.

weiterlesen auf der nächsten Seite

För fullständiga tillagningssteg, gå till nästa sida eller klicka på Öppna-knappen (>), och glöm inte att DELA med dina Facebook-vänner.