Vincent klopfte an die Tür, während zwei Männer ihren gestohlenen Fernseher und Familienfotos hereintrugen.
„Mrs. Patterson“, sagte Vincent mit zitternder Stimme. „Ich bin hier, um Ihnen zurückzugeben, was Ihnen genommen wurde, und um Ihnen zu versichern, dass so etwas nie wieder vorkommen wird.“
Die alte Frau starrte ihn an.
„Du warst es, die behauptet hat, mein verstorbener Mann hätte Schulden gehabt. Du hast mein Hochzeitsgeschirr genommen.“
„Ja, Ma’am“, sagte Vincent leise. „Ich habe mich geirrt. Ihr Mann war nie jemandem etwas schuldig. Ich habe Dokumente gefälscht.“
Sie nahm ihre Sachen wortlos entgegen.
Der zweite Halt war die junge Familie mit dem Neugeborenen.
Vincent trug das Kinderbett persönlich hinein, während die Mutter vor Erleichterung weinte. Ihr Baby hatte wochenlang auf Decken auf dem Boden geschlafen.
Als sie das Haus von Emma und Sarah erreichten, hatte sich die Nachricht bereits in der Nachbarschaft verbreitet.
Die Menschen standen auf ihren Veranden und beobachteten den Konvoi von Lastwagen, der die Straße entlangfuhr.
Emma spielte gerade draußen, als sie ankamen.
Sie erkannte den Mann mit der Narbe sofort.
Angst huschte über ihr Gesicht und sie rannte zum Haus.
„Nein“, sagte Rocco bestimmt und stieg aus seinem Auto. „Emma, alles gut. Er ist hier, um das Gestohlene zurückzugeben.“
Emma blieb stehen, aber in der Nähe der Tür, während die Männer Möbel ausluden.
Ihr Sofa.
Die Kommode ihrer Mutter.
Ihr kleines Bett mit rosa Schmetterlingsbettwäsche.
Sarah erschien in der Tür und wirkte dank der von Rocco organisierten Verpflegung und medizinischen Versorgung deutlich kräftiger als am Vorabend.
Als sie Vincent sah, wich die Angst der Wut.
„Du“, sagte sie.
„Sie haben meiner Tochter das Kinderbett weggenommen, während sie weinte. Sie haben ein 7-jähriges Kind angesehen und entschieden, dass ihre Tränen keine Rolle spielen.“
Vincent konnte ihr nicht in die Augen sehen.
„Gnädige Frau, ich bin hier, um alles zurückzugeben und für meine Taten zu bezahlen.“
„Bezahlen?“ Sarah trat näher. „Glaubst du, Geld kann das wiedergutmachen, was du meiner Tochter angetan hast?“
Emma schlich näher heran, ermutigt durch die Angst, die sie nun in Vincents Augen sah.
„Du hast mir wehgetan“, sagte sie leise. „Als ich versuchte, meinen Arm zu schützen …“