Ein verwitweter Mann saß allein auf einer Hochzeit, bis drei kleine Mädchen flüsterten:

„Entschuldigen Sie, Sir.“

Jonathan blickte auf und erwartete einen sich entschuldigenden Kellner oder einen verirrten Gast.

Stattdessen standen drei identische Mädchen neben seinem Tisch, so präzise aufgestellt, dass er einen Moment brauchte, um zu begreifen, dass es sich um zwei verschiedene Personen handelte und nicht um eine optische Täuschung. Sie schienen etwa sechs Jahre alt zu sein, jedes mit hellen Locken, die von passenden rosafarbenen Bändern zurückgebunden waren, ordentlich gebügelten Kleidern und ernsten Gesichtsausdrücken, wie sie Kinder selten ohne Übung an den Tag legen.

„Sucht ihr jemanden?“, fragte Jonathan sanft und ließ seinen Blick durch den Raum schweifen, als ob ihre Mutter sie vielleicht schon suchen würde.

„Wir haben dich absichtlich gefunden“, sagte das Mädchen links mit selbstsicherer Stimme.

„Wir haben die ganze Nacht zugeschaut“, fügte der in der Mitte hinzu.

„Und Sie haben vollkommen recht“, schloss der Dritte und nickte mit ruhiger Gewissheit.

Jonathan blinzelte, unsicher, ob er lachen oder sich entschuldigen sollte.

„Wofür ist es richtig?“

Sie beugten sich näher, so nah, dass er den schwachen Duft von Erdbeershampoo wahrnahm, und flüsterten miteinander mit verschwörerischer Dringlichkeit.

„Wir brauchen dich, um so zu tun, als wärst du unser Vater.“

Die Worte brannten sich in seine Brust ein und raubten ihm die Luft zum Atmen.

„Nur für heute Abend“, fügte der erste schnell hinzu.

„Nur bis die Party vorbei ist“, sagte die zweite und zog mit unangebrachtem Stolz einen zerknitterten Geldschein aus ihrer Tasche.

„Bitte“, murmelte die Dritte mit glänzenden Augen. „Unsere Mutter sitzt immer allein. Die Leute sehen sie an, als wäre sie kaputt, aber das ist sie nicht. Sie ist einfach nur müde.“

Etwas in Jonathan veränderte sich, als wäre eine alte Tür ohne Vorwarnung aufgestoßen worden. Er erkannte dieses müde Lächeln, jenes, das sich nur halb hob, das er selbst jahrelang getragen hatte.

„Wo ist deine Mutter?“, fragte er, bevor er es sich anders überlegen konnte.

Sie zeigten gleichzeitig mit den Armen aufeinander, die sich wie eine Kompassnadel nach Norden bewegten.

Die Frau in Rot

weiterlesen auf der nächsten Seite

För fullständiga tillagningssteg, gå till nästa sida eller klicka på Öppna-knappen (>), och glöm inte att DELA med dina Facebook-vänner.