Nach meinem Seitensprung hat mein Mann mich nie wieder angefasst. Achtzehn Jahre lang lebten wir wie Fremde unter einem Dach

Jahre vergingen in eisiger Höflichkeit. Michael stellte mir jeden Morgen Kaffee hin, sprach aber nie ein Wort. Wir besuchten Veranstaltungen Arm in Arm und posierten für Fotos wie Schauspieler in einem langjährigen Theaterstück.

Als ich nun, fast zwei Jahrzehnte später, in Dr. Evans' Büro saß, fühlte sich diese Geschichte erdrückend an.

„Der Mangel an Intimität… stimmt das?“, fragte sie.

„Ja“, gab ich zu. „Achtzehn Jahre. Liegt es vielleicht daran, dass ich krank bin?“

„Nicht ganz.“ Sie drehte den Monitor zu mir. „Ich sehe deutliche Narbenbildung an der Gebärmutter. Das deutet auf einen chirurgischen Eingriff hin.“

„Das ist unmöglich“, sagte ich. „Ich wurde noch nie operiert.“

„Die Aufnahmen sind eindeutig“, antwortete sie. „Wahrscheinlich eine Ausschabung. Und das ist schon viele Jahre her. Sind Sie sicher, dass Sie sich nicht erinnern?“

Eine Ausschabung. Ein Schwangerschaftsabbruch.

Ich verließ das Krankenhaus wie in Trance. Dann tauchte eine Erinnerung auf: 2008. Eine Woche nach der Konfrontation verfiel ich in eine tiefe Depression. Ich nahm zu viele Schlaftabletten. Dunkelheit. Ich wachte im Krankenhaus auf, mit Schmerzen im Unterleib. Michael meinte, es käme von der Magenspülung.

Ich bin schnell nach Hause geeilt.

„Michael“, fragte ich zitternd. „Wurde ich 2008 operiert?“

Sein Gesicht erbleichte augenblicklich. Die Zeitung glitt ihm aus den Händen.

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