Sie überreichte mir eine Brosche – und mein Leben nahm eine unerwartete Wendung
Die Buchhandlung, in der ich arbeitete, war mein friedlicher Zufluchtsort. Sonnenlicht strömte durch die hohen Fenster, Staub wirbelte in goldenen Strahlen, und der Duft alter Seiten erfüllte den Raum mit stiller Behaglichkeit. Das Einräumen der Bücher war zu einem Rhythmus geworden, den ich auswendig kannte, eine ruhige Routine, die mir jeden Tag ein Gefühl von Geborgenheit gab. Eines Nachmittags klingelte es schrill an der Tür und zerriss die Stille. Ein junges Mädchen trat ein; ihr übergroßer Hoodie und der schwere Rucksack ließen sie kleiner wirken, als sie wahrscheinlich war. Sie bewegte sich vorsichtig, als wollte sie nicht bemerkt werden. Irgendetwas an ihrer Anwesenheit veränderte die Atmosphäre, und ich spürte ohne jeden Grund, dass dies kein gewöhnlicher Tag werden würde.
Ich beobachtete sie aus der Ferne, wie sie im Taschenbuchregal stand und mit den Fingern über die Buchrücken strich. Ihre Hände zitterten leicht. Dann steckte sie mit schnellen Bewegungen einen abgenutzten Roman in ihren offenen Rucksack. Mir stockte der Atem. Ich kannte die Regeln des Ladens genau und wusste, was ich tun sollte. Doch als ich auf sie zuging, versuchte sie nicht zu fliehen. Stattdessen erstarrte sie, drehte sich zu mir um, und Tränen traten ihr in die Augen. Mit leiser, zitternder Stimme erklärte sie, dass das Buch das Lieblingsbuch ihrer Mutter gewesen war. Ihre Mutter hatte es ihr jeden Abend vorgelesen, bevor sie krank wurde und im Jahr zuvor gestorben war. Das Mädchen sagte, sie wolle dasselbe Buch als letztes, vertrautes Andenken auf das Grab ihrer Mutter legen. Sie suchte keinen Ärger – sie wollte nur eine Erinnerung bewahren.
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